Interleukin-1-Test!

Der IL-1-Genpolymorphismus gilt als Entzündungen begünstigender Risikofaktor. Patienten, deren Erbgut einen positiven IL-1-Genotyp aufweist, sind empfänglicher für die Ausbildung einer Entzündung des Zahnhalteapparates und zeigen stärkere Entzündungsreaktionen, sofern bestimmte Bakterien in der Mundhöhle angesiedelt sind. Fällt der Gentest positiv aus, so hilft uns das Ergebnis  für die langfristige Therapieplanung.

Vor jeder weiterführenden Diagnostik liegt zunächst die ausführliche klinische Untersuchung und Diagnosestellung. Liegen klinische und röntgenologische Schäden des Zahnhalteapparates vor, so gilt es, in Kombination mit der Abschätzung vorliegender Risikofaktoren wie:

  • Rauchen,
  • Diabetes mellitus,
  • Stress,
  • Immunabwehrlage und
  • positivem IL-1-Genotyp sowie
  • weiteren Einschränkungen der Allgemeingesundheit

ein langfristiges Therapiekonzept zu entwickeln und somit das Fortschreiten der Parodontitis einzudämmen.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Der IL-1-Gentest  kann prinzipiell im Rahmen der individuellen Risikoanalyse bereits bei beginnenden Parodontalerkrankungen eingesetzt werden, um eine möglichst genaue Prognose über den weiteren Krankheitsverlauf zu stellen. Besonders sinnvoll ist seine Anwendung hingegen z. B. bei

  • juveniler Parodontitis (bei Jugendlichen)
  • aggressiver Parodontitis
  • therapieresistenter Parodontitis mit fortschreitender Zerstörung des Zahnhalteapparates
  • fortgeschrittener schwerer chronischer Parodontitis
  • parodontal erkrankten Angehörigen von Patienten, die IL-1-Genotyp positiv getestet wurden
  • Patienten, die durch Rauchen ein ohnehin erhöhtes Parodontitisrisiko tragen; sind sie IKL-1-Genotyp positiv, steigt ihr Parodontitisrisiko auf fast das 8-fache
  • vor Implantat-Versorgung

Kontraindikationen

Es bestehen keine Gegenanzeigen.

Das Verfahren

Um die genetische Untersuchung durchführen zu lassen, entnehmen wir eine Wangenschleimhautprobe mittels eines Abstriches, der genügend Zellmaterial für die Laboranalyse enthält.

Das Ergebnis ist keine Momentaufnahme der aktuellen IL-1-Konzentration, sondern liefert eine Aussage über die Immunantwort des Patienten auf Bakterien bzw. die Entzündungsbereitschaft und Fähigkeit zur Interleukinproduktion. Es hat lebenslange Gültigkeit. Bei etwa 30 % aller Europäer fällt der Test positiv aus.

Bestätigt das Testergebnis einen IL-1-Genotyp, so besteht das Therapieziel in der Reduktion der Plaque, des Zahnbelags und der darin lebenden  Bakterien. Denn ihr Vorhandensein und Kontakt mit Zellen der Immunabwehr führt zur Ausschüttung der den Knochenabbau fördernden Interleukine.

Ihr Nutzen

Das Testergebnis liefert Ihnen und uns wichtige Informationen über den Fortschritt der Erkrankung. Ergibt sich ein positiver IL-1-Genotyp, so bedeutet dies intensive und engmaschige Therapie- und Nachsorgemaßnahmen, auf die Sie sich ein Leben lang einstellen sollten, um Ihre Zahngesundheit zu erhalten. Denn nur durch die Kombination von zahnärztlicher Behandlung und guter Mundhygiene können die Keime dauerhaft reduziert und die Parodontitis zum Stillstand gebracht werden.


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